Freiwillige Feuerwehr Waake-Bösinghausen

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Chronik der FF Waake-Bösinghausen

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75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Waake

Laut Preußischem Feuerlöschgesetz vom 15. Dezember 1933 mussten die Landkreise Kreisfeuerwehrverbände gründen. So wurde dann im Jahre 1935 die Freiwillige Feuerwehr Waake gegründet, welche vorher eine Dorffeuerwehr vom Männerturnverein Waake von 1899 war. Der damalige Wehrführer ist uns leider nicht bekannt. Der Schmiedemeister Wilhelm Hartmann wird in der Gemeindechronik um 1911 als Brandmeister genannt.

Von 1935 bis 1945 war Enst Rosenplänter Gemeindebrandmeister. Nach dem Kreigsende im Jahre 1945 mussten jegliche zur Verfügung stehenden Uniformen abgegeben werden. Die Waaker Feuerwehrmänner bekamen im diesem Jahre von der Militärregierung neue Uniformen bereitgestellt. Kommissarisch wurde der Schuster Heinrich Freitag zum Wehrführer der Waaker Feuerwehr ernannt. Heinrich Freitag war in Göttingen bei der Flughafen Feuerwehr im Kreigseinsatz. Erster Bürgermeister von Waake wurde Ernst Rosenplänter, welcher von der Militärregierung bestellt und eingesetzt wurde.

Nach den ersten Wahlen im Jahre 1946 wurde Otto Kaiser zum Bürgermeister gewählt. Der Bürgermeister war mit dem Gemeinderat für die Freiwillige Feuerwehr Waake zuständig. Bis 1950 war Heinrich Freitag Wehrführer der Waaker Feuerwehr. Schmiedemeister Wilhelm Hartmann sen. wurde in diesem Jahr zum Gemeindebrandmeister und Willi Müller zu seinem Stellvertreter gewählt.

Vom Kreisfeuerwehrverband Göttingen wurden so genannte Unterkreise eingeteilt. Zum Unterkreis IV gehörten neben der Gemeinde Waake noch die Gemeinden Herberhausen, Roringen, Bösinghausen, Ebergötzen, Landolfshausen, Klein Lengden, Diemarden und Geismar. Als damaligen Unterkreisbrandmeister wird Heinrich Lindau aus Groß Lengden genannt. Der damalige Stadtbrandmeister Hermann Grote wurde Kreisbrandmeister und zugleich Kreisverbandsvorsizender der Landkreises Göttingen.

Das Waaker Feuerwehrhaus befand sich am heutigen Dorfplatz "Am Thie" und war mit einer alten Handruckspritze, die mit Pferdekraft gezogen werden musste, vom Jahre 1919 ausgestattet. Die Unterbringung war sehr schlecht. Durch Eigenleistungen wurde unter der Führung des damaligen Gemeindebrandmeister Wilhelm Hartmann der Anbau des Schlauchturms und ein Unterkunftsraum erichtet.

Auf Kreisebene wurden Tragkraftspritzen (TS8/8) beschafft, hiervon wurde eine der Freiwilligen Feuerwehr Waake zugeteilt und auch in Waake stationiert. Ein Tragkraftspritzen-Anhänger mit Holrädern wurde aus Luftschutzbeständen der Waaker Feuerwehr bereitgestellt. Dieser konnte allerdings nur mit Menschenkraft gezogen werden. Bald wurde aus einem Viehanhänger ein luftbereifter TS-Änhanger in der Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Hartmann umgebaut. Als erstes Zugfahrzeug wurde der Lanzbulldog vom Bauern Wilhelm Schlieper angespannt und verwendet.

Im Jahre 1955 wurden die Kreiswettbewerbe erstmalig in Waake durchgeführt. Anlass zur Durchführung dieser Wettbewerbe war die Anschaffung einer Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Waake, welche von Adolf Freiherr von Wangenheim gestiftet wurde. Die Fahnenweihe fand bei den Wettbewerben im Schlosspark statt.

1957 wurde Oberlöschmeister Walter Bleyer zum Gemeindebandmeister gewählt, welcher im Jahre 1963 vom Oberlöschmeister Adolf Tolle abgelöst wurde. Die bis heute bestehende Jugendfeuerwehr Waake-Bösinghausen wurde im Jahr 1967 unter der Führung von Gemeindebrandmeister Adolf Tolle gegründet. Ein Umzug in die Büschen-Scheune im Oberdorf wurde vollzogen, welches natürlich mit Umbauten zum Feuerwehrhaus verbunden war.

1970 wurde auf Beschluss der beiden Gemeinderäte von Waake und Bösinghausen ein Feuerlöschverband beschlossen, da die Freiwillige Feuerwehr Bösinghausen keinen Bestand mehr hatte. Es wurde im selben Jahr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF Ford gekauft. Der Zusammenschluss der Gemeinde Waake und der Gemeinde Bösinghausen wurde ebenfalls im Jahr 1970 vollzogen, somit war der Weg frei für ein neues Gerätehaus auf dem heutigen Gelände des Kindergartens zu bauen. Diese Planung wurde durch die Gebietsreform verworfen und es wurde das Dorgemeinschaftshaus am jetzigen Standort erichtet.

Im Jahre 1971 wurde Wilhelm Hartmann jr. vom damaligen Gemeindedirektor und Bürgermeister Adolf Weiland vorgeschlagen ds Amt des Ortsbrandmeisters auszuführen. Hartmann nahm die Führung der Ortsfeuerwehr Waake-Bösinghausen an und musste nun die nötigen Lehrgänge besuchen.

1972 kam die große Kreisreform und die Gemeinde Waake wurde in die Samtgemeinde Radolfshausen eingegliedert, blieb aber als selbstständige Gemeinde bestehen. Die Freiwillige Feuerwehr Waake-Bösinghausen stand seit dem unter der Leitung der Samtgemeinde Radolfshausen mit einem neuen Gemeindebrandmeister. Die derzeitigen Gemeindebrandmeister wurden zum Ortsbrandmeistern der einzelnen Ortsfeuerwehren vereidigt. Mittlerweile war die Orstfeuerwehr Waake-Bösinghausen mit einer guten Mannschaft aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen und es wurde damals aus eigenen Mitteln ein gebrauchter VW Bus für ca. 400 DM gekauft, Welcher zum Mannschafttransportfahrzeug umgebaut wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Waake-Bösinghausen reichte den Vorschlag ein sich am Dorfgemeinschaftshaus mit zwei Einstellplätzen zu beteiligen, was von der Samtgemeinde Radolfshausen auch beschlossen wurde.

Auf diesem Wege möchte sich die Freiwillige Feuerwehr Waake-Bösinghausen bei Wilhelm Hartmann bedanken, welcher diese Chronik anlässlich des 75 jährigen bestehens verfasst und zur Verfügung gestellt hat.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. August 2010 um 12:27 Uhr
 



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